Junioren Da - Glücklicher Dreier

von Mischa Sutter

Meisterschaftsspiel vom Samstag, 11.05.19

FC Steckborn  -  FC Weinfelden-Bürglen  4-5  (2-3/1-0/1-2)  -  Feldbach-Wiese Steckborn  

Es spielten:

Tim Marty, Marco Manser, Andrin Brühwiler, Lucas Alves, Aaron Escobar, Bastian Marcelat, Andre Dedaj, Robin Belz, Dario Zekovic, Sami Fetaji, Noah Lichtensteiger, Rafael Hafen

Abwesend:

Luca Eschenmoser, Manuel Schenk, Bekir Turan

 

Heute führte uns die kurze Reise an den Untersee zum FC Steckborn. Leider wird dort immer noch, wie schon vor 14 Jahren, auf einer Wiese am See gespielt. Was mich mehr gestört hat war, dass das Feld zu nahe an der Tartanbahn gezeichnet wurde. Vielleicht gerade mal 50 Zentimeter liegt der Stein der Rasenkante vom Spielfeld entfernt, wenn da mal ein Spieler drüberrutscht, dann gute Nacht.

Man merkte schon beim Einlaufen, dass die WB-ler gewillt waren die Punkte nicht zu verschenken. In der ersten Viertelstunde wurde der Eindruck dann auch bestätigt. Den Platz ausgenutzt, den Ball frühzeitig gespielt und nach vorne Druck gemacht. So führte blau/weiss nach knapp 20 Minuten mit 0-3. Unerklärlich war dann aber, dass der Gast zufrieden schien und das Spiel innert Kürze aus der Hand gab. Da erarbeitete sich das WB-Team einen komfortablen Vorsprung und liess im Anschluss daran das Heimteam gewähren. Noch vor dem Pausentee konnten die Seebuben auf 2-3 verkürzen. Der erste Treffer war aber wohl aus einer Abseitsposition erzielt worden. Dies ist aber kein Vorwurf an den Unparteiischen, es halt einfach auch sehr schwer zu sehen.

Was im zweiten Drittel in den Köpfen der Gäste vorging, war uns Trainer ein Rätsel. Da wurde das Fussballspielen eingestellt und nur noch gekämpft. Man schaute mehrheitlich zu und liess das Heimteam gewähren. Diese erspielten sich beste Abschlussgelegenheiten, sündigten aber vor dem WB-Gehäuse. Da sind die WB-Jungs mit einem blauen Auge davon gekommen, dass dem Heimteam im Mitteldrittel nur der Ausgleich gelungen ist und nicht mehr.

Im letzten Abschnitt ging es nochmals 10 Minuten so weiter, man konnte aber erkennen, dass die Gäste bemüht waren wieder in die Partie zu finden. Trotzdem musste weiss/blau den vierten Treffer hinnehmen und kurz darauf zeigte der Schiedsrichter zum Entsetzen der WB-ler auf den Punkt. War das wirklich ein Strafstoss? Naja, da der Ball vom Pfosten abprallte ist man genötigt zu sagen, war wohl keiner oder ausgleichende Gerechtigkeit? Die Gäste rauften sich nun nochmals zusammen und fanden in die Partie zurück. Man versuchte es zwei oder dreimal aus der Distanz, der Ball verfehlte das Ziel aber knapp. Auch das Heimteam konnte sich noch weitere Chancen erspielen. Nach einem heftigen Regenschauer wurde es ein Schlagabtausch mit offenen Visieren und Chancen auf beiden Seiten. Da die WB-ler dann kurz vor Schluss doch noch zweimal aus der Distanz reüssieren konnten, durften sich die Jungs über den ersten Dreier freuen. Gegen einen spielstarken FC Steckborn konnte man einen glücklichen Sieg einfahren. Das Heimteam hat es versäumt den Sack im Mitteldrittel zuzumachen, oder man könnte auch sagen, wenn sie die Punkte nicht wollen, dann nehmen wir diese halt mit.

FAZIT: Nach einem fulminanten Start hat man sich zurückgezogen und zu wenig nach hinten gearbeitet, bzw. die Defensive nicht mehr unterstützt. Bei Ballbesitz vergessen, die Spielfeldbreite zu nutzen und unnötig viel hinten herum zum eigenen Keeper gespielt Dass die WB-ler während der Druckphase des Heimteams im Spiel geblieben sind, hat man der heutigen Abschlussschwäche des FC Steckborn zu verdanken, aber auch unseren Torhütern, welche zum Teil mirakulös gehalten haben. Da sich die Gäste in den letzten 15 Minuten zurückgekämpft haben wurden sie zum Ende dafür belohnt.

Das muss nun jeder für sich selbst entscheiden, ob es schlussendlich verdient war, oder nicht. „Irgendwie“ glücklich ja, wer aber nach 0-3 Führung mit 4-3 in Rückstand gerät und dennoch als Sieger vom Platz geht, hat es trotzdem „irgendwie“ verdient. Wir haben heute während 35 Minuten gesehen, dass es die WB-ler können, wenn sie wollen. Die restlichen 40 Minuten wurde aber auch klar was passiert, wenn der Wille flöten geht und das Spielen eingestellt wird.

Woran wir uns nun orientieren müssen sollte jedem „irgendwie“ einleuchten!

Bilder: Reto Stäubli / Sina Alder

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